Mädchen für typische Männerberufe interessieren

Derzeit wählen 70 Prozent der jungen Frauen aus nur zehn Lehrberufen. Kaufmännische Schulen und Schulen für wirtschaftliche Berufe, geisteswissenschaftliche Studienrichtungen dominieren klar bei Mädchen und Frauen.

Wenn Frauen vermehrt in typische Männerberufe vordringen, erhöhen sie damit ihre Chancen. Die Schule muss durch die Gestaltung des Unterrichts und durch spezielle Mädchenförderung einen Beitrag leisten. Berufs- und Bildungsinformation soll früh für alle gut zugänglich gemacht werden.

Einkommen, die Lebensqualität sichern

Frauen sind derzeit in ihrer Arbeit oft benachteiligt: Sie steigen bereits mit einem niedrigeren Gehalt ein, ihre Vordienstzeiten werden anders angerechnet, sie erhalten bei gleicher Leistung weniger Prämien und Zulagen. Ihre Überstunden werden anders abgegolten.
Studien auf Basis des Rechnungshofberichts über die Einkommen in Österreich zeigen, dass Vollzeit arbeitende Frauen um rund 22 % weniger verdienen als Männer. Rechnet man Unterschiede aufgrund von Ausbildung, Branche, Länge der Berufstätigkeit heraus, bleiben noch immer bis zu 15 % Unterschied – nur weil Frau eine Frau ist.
Das ist ungerecht, dem wollen wir entgegenwirken.

Frauen haben aber ein Recht auf ein faires Einkommen.

Frauen den Aufstieg in Betrieben erleichtern

In Österreichs Top 200 Unternehmen finden sich knapp 9% Frauen in Aufsichtsräten und rund 4% in den Vorstandsetagen. Umgekehrt ausgedrückt: 96 von 100 GeschäftsführerInnen /Vorständen sind Männer.
Unternehmen, die Frauen benachteiligen, verzichten auf die Hälfte ihres Potenzials. Unternehmen müssen in Zukunft viel stärker als bisher in die Förderung von Frauen investieren. Zugang zu Weiterbildung (zum Beispiel auch während einer Karenz), flexible Arbeitszeitmodelle, faire und gut-nachvollziehbare Auswahlverfahren dienen dazu die Chancen von Frauen zu erhöhen.

Recht auf ganztägige Kinderbetreuung in jedem Bundesland

Das Angebot von Kinderbetreuung entscheidet häufig darüber, ob Frauen in Vollzeit arbeiten können. Kinderbetreuung ist zusätzlich eine wichtige soziale und pädagogische Bereicherung. Jedes Kind soll daher ein Recht auf ganztägige Betreuung in ganz Österreich haben.